Trajanssäule

Die Trajanssäule hat am 12. Mai 1911ten Geburtstag. Vor 1911 Jahren, wurde die große Reliefsäule am Rand der Piazza Venezia in Rom eingeweiht. Wir können das Jahr der Fertigstellung aus den Titeln des Kaisers in der Inschrift rekonstruieren. Das genau Datum der Einweihung der Säule war in einem antiken Kalender, den Fasti Ostienses verzeichnet. Die…

Die Trajanssäule hat am 12. Mai 1911ten Geburtstag. Vor 1911 Jahren, wurde die große Reliefsäule am Rand der Piazza Venezia in Rom eingeweiht. Wir können das Jahr der Fertigstellung aus den Titeln des Kaisers in der Inschrift rekonstruieren. Das genau Datum der Einweihung der Säule war in einem antiken Kalender, den Fasti Ostienses verzeichnet.

Die Trajanssäule an der Piazza Venezia

Die Säule war das Zentrum eines riesigen Komplexes aus Säulenhallen, Tempeln, Bibliotheken und Geschäften, der zwischen 107 und 143 n.Chr. errichtet wurde. Dem Trajansforum. Die Trajanssäule war das Grabmal des Kaisers, dessen goldene Urne im Sockel beigesetzt war, aber sie ist vor allem seine Ehrensäule die in einem detailreichen, fortlaufenden Relief seine Kriege gegen die Daker 101 bis 106 erzählt, die zur Eroberung deren Gebiete führte, die ungefähr dem heutigen Rumänien entsprechen. Die Darstellungen winden sich wie ein antiker Film aus Marmor spiralförmig bis zur Spitze.

Petrusstatue auf der Spitze der Säule
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Die Darstellung beginnt unten mit römischen Kastellen und Landgütern an der Donau. Dann überqueren die Legionäre auf einer Pontonbrücke den Fluss, bewacht vom Flussgott Donau. Die Legionäre sind beim Bau ihrer Lager zu sehen, genauso wie beim Kampf gegen die Barbaren, beim Plündern und Brandschatzen. Am Ende dieses Films fliehen Frauen mit Kindern und Vieh aus den letzten zerstörten Städten. Die detaillierten Darstellungen verraten uns viel über das Leben der Legionäre, wie der nichtrömischen Völker. Wer sich die Reliefs ohne Fernglas anschauen, möchte findet Gipsabgüsse im Museo della Civiltà Romana am südlichen Stadtrand von Rom oder online bei der Universität Köln.

Plan des Trajansforum. Die Säule ist rot markiert, zum vergrößern klicken.

Die Säule ist der einzige intakte Teil des Trajansforum, dessen Ruinen im Verlauf der letzten 70 Jahre wieder freigelegt wurde. Architekt war der Hausarchitekt von Trajan, Apollodoros von Damaskus. Ursprünglich war die Säule farbig gefasst. Im Inneren führt eine Wendeltreppe zur Spitze der Säule auf der einst eine vergoldete Statue des Kaisers stand.

Bis 1534 war die kleine, mittelalterliche Kirche San Niccolò de Columna an die Säule angebaut, die als ihr überdimensionierter Glockenturm fungierte. Tatsächlich wurde auf der Spitze der Trajansäule eine Glocke montiert, die mit einem langen Seil von unten geläutet werden konnte. Mit dem Bau der zwei Barockkirchen Santa Maria di Loreto und Santissimo Nome di Maria wurde die Säule wieder freigestellt und bildet mit den zwei Kuppeln ein reizvolles Ensemble. 1588 lies Papst Sixtus V. die Statue Trajans auf der Spitze der Säule durch eine Statue von Petrus ersetzen.

Stich von Giuseppe Vasi, 1752

Es gibt noch eine zweite Säule mit umlaufendem Relief, die 70 Jahre später erbaute Mark-Aurel-Säule auf der nach ihr benannten Piazza Colonna. Eine dritte, wohl ähnliche Säule für Kaiser Antonius Pius ist heute verschwunden. Von ihr ist nur der Sockel im Vatikanischen Museum erhalten.

Quellen: Arachne, Datenbank Universität Köln, Lacus Curtius, Universität Chicago, Roms sprechende Steine, Klaus Bartels, Verleg von Zabern, 2000, Wikipedia, Erklärung der einzelnen Reliefs (italienisch), romanoimpero.com

Inschrift auf dem Sockel der Trajanssäule

SENATUS POPOLUSQUE ROMANUS
IMP(eratori) CAESARI DIVI NERVAE F(ilio) NERVAE TRAIANO AUG(usto) GERM(anico) DACICO PONTIF(ici)
MAXIMO TRIB(unicia) POT(estas) XVIII IMP VI COS VI PP
AD DECLARANDUM QUANTAE ALTITUDINIS
MONS ET LOCUS TANTIS OPERIBUS SIT EGESTUS

Senat und Volk von Rom [weihen dieses Monument] dem
Imperator Caesar Nerva Traianus Augustus, Sohn des vergöttlichten Nerva, Bezwinger der Germanen und der Daker, Pontifex maximus, Inhaber der tribunizischen Amtsgewalt zum 17. Mal, siegreicher Feldherr zum sechsten Mal, Consul zum sechsten Mal, P[ater] P[atriae], um zu zeigen, wie hoch der Hügel und das Gelände war, das für diese umfangreichen Baumaßnahmen entfernt wurde.

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