Nemi in den Albaner Bergen

Nemi liegt steil über dem Lago di Nemi in den Albaner Bergen südlich von Rom Die meisten Touristen, die in die Albaner Berge fahren, besuchen Castel Gandolfo, die Sommerresidenz des Papstes und sind oft etwas enttäuscht, da seit der Wahl von Franziskus der Papst den Ort nicht mehr besucht.. Meine Empfehlung ist ein paar Kilometer…

Ortszentrum von Nemi

Nemi liegt steil über dem Lago di Nemi in den Albaner Bergen südlich von Rom

Die meisten Touristen, die in die Albaner Berge fahren, besuchen Castel Gandolfo, die Sommerresidenz des Papstes und sind oft etwas enttäuscht, da seit der Wahl von Franziskus der Papst den Ort nicht mehr besucht..

Meine Empfehlung ist ein paar Kilometer weiter nach Nemi zu fahren, das wie ein Schwalbennest über dem Kratersee, dem Nemisee hängt. Überragt vom mächtigen Turm einer Burg, als deren Besitzer sich in den letzten 1000 Jahren fast alle noblen römischen Familien abgelöst haben. Nach den Grafen von Tusculum schauten nacheinander die Colonna, Annibaldi, Cesarini, Piccolomini, Cenci, Frangipane, Braschi, Rospigliosi, Orsini und schließlich die Ruspoli von hier hinunter auf den Kratersee.

Ich finde das ist der stimmungsvollste Ort in der Hügellandschaft, die die Einheimischen nur die „Castelli Romani“ nennen. Ein Besucher hat mal gesagt, er wirkt wie ein Fischerdorf in den Bergen. Ich finde treffend. Bei guter Fernsicht sieht man über den Kraterrand hinweg ja sogar die Meeresküste.

In der Antike war Nemi der Standort des uralten Dianatempels. Davor schipperten die gigantischen Schiffe von Kaiser Caligula übers Wasser und auch Cäsar hatte eine Villa hier.

Nemi oberhalb des Nemisees

Heute kommen die Römer vor allem wegen dem guten Essen hier hinauf. Nemi ist das Dorf der Walderdbeeren, die allgegenwärtig auf Törtchen, als Likör oder natur in den Cafés zu probieren sind. Aber im Wald gibt es auch Wildschweine und Pilze. Die Restaurants zeigen was man daraus machen kann.

Ich mache immer einen Abstecher zu Simona, die ihr Feinkostgeschäft gleich am Ortseingang rechts betreibt. Da hängt der Himmel voll von Würsten und Schinken. Simona Castelli übernahm den Familienbetrieb vor 20 Jahren und setzt auf solides Handwerk. Das Wild stammt aus den Wäldern rund um Nemi, die Hausschweine aus Umbrien. In der eigenen Schlachterei werden daraus Salami und Prosciutto und natürlich die knusprige Porcchetta für die die Castelli berühmt sind. Dieser gut gewürzte Schweinerollbraten, den man am besten direkt im Brot aus der Hand isst.

Castelli Simona
Corso Vittorio Emanuele, 38
00040 Nemi

Bei Simona hängt der Himmel voller Würste
Walderdbeeren aus Nemi

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